Historie

Auf dieser Seite wird in Kürze beschrieben, wie die Hessische Erstaufnahme Einrichtung in der Kaserne Babenhausen zu Stande kam.

Nachdem im August 2015 bereits das erste Mal eine Planung bekannt wurde eine Zeltstadt auf dem Kasernengelände zu errichten, waren Bedenken des Kampfmittelräumdienstes der Grund für das Ende dieser Pläne.

Am 23. September erfolgte eine Einladung in das Hessische Innenministerium für den 25. zur Diskussion des Themas „´Kurzfristige Nutzung der Kaserne Babenhausen für die Unterbringung von Flüchtlingen“.
Die Stadt Babenhausen wurde eingeladen mit der Möglichkeit, weitere Teilnehmer mitzubringen, die einen Beitrag leisten können. Alle in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Partein wurden eingeladen, einen Vertreter zu entsenden. Die SPD und die CDU konnten dieser kurzfristigen Einladung folgen.
Außerdem saßen neben Innen- und Finanzministerium der Landrat Klaus Peter Schellhaas und die mit der Stadt und der BImA im Gespäch befindlichen Investoren mit am Tisch.

Die Vorstellungen über die Anzahl an unterzubringenden Menschen lagen erwartungsgemäß weit auseinander. Für die Stadt Babenhausen erschien ein Verhältnis 10:1 als noch zu leisten, ohne den sozialen Frieden in der Stadt zu gefährden. Bei 8000 Einwohnern der Kernstadt wären 800 Flüchtlinge eine noch vertretbare Größe. Diese 800 wichen deutlich von den Vorstellungen der Ministerien ab. Ein nicht zu unterschreitendes Minimum von 1500 Schutzsuchenden wurde als unverzichtbar dargestellt, um eine HEAE überhaupt in einem sinnvollen Kosten/Nutzen-Verhältnis betreiben zu können. Dazu muss erklärt werden, dass alle Bundesimmobilien von der Bundesregierung „eingefroren“ worden sind. Die BImA darf nur verkaufen, wenn das jeweilige Bundesland schriftlich bestätigt, dass die Fläche nicht für die Unterbringung  von Flüchtlingen benötigt wird.

Mit dieser weitreichenden Nutzungskompetenz ausgestattet, war das Land Hessen sehr wohl bereit, auch im Hinblick auf die in Babenhausen weit gediehenen Verhandlungen und Entwicklungskonzepte, eine Flüchtlingsunterbringung zu diskutieren, die die zeitnahe Entwicklung der Kaserne möglichst wenig behindert. Man kam überein, dass eine Beschränkung auf die Mindestzahl von 1500 durch das Land akzeptiert werden kann, wenn diese zeitnah nachgewiesen und umgesetzt wird. Es wurde ferner Einigkeit erreicht, dass die nicht benötigten Flächen für eine Entwicklung freigegeben werden, sobald klar ist, dass die Unterbringung der 1500 geplant und validiert ist.
Damit starteten konkrete Planungen, denn das Ziel des Landes Hessen war, zu Weihnachten alle Asylsuchenden aus den unbeheizten Zelten in feste Unterkünfte zu verlegen.
Gemeinsam mit Investoren und BImA wurden die Rahmenparameter abgestimmt, eine zeitnahe Information der Bürgerinnen und Bürger besprochen, sobald das Land Hessen die Planungen abgenommen hatte. Die ursprüngliche Idee, die renovierten Wohnblöcke zu nutzen, wurde verworfen. In der geforderten Zeit wären weder Heizung noch Barndschutz mit vertretbarem Aufwand herstellbar gewesen. Stattdessen sollen die Gebäude 4521, 4522, 4660 und 4661 zur Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen reaktiviert werden. Die Turnhalle und das Kino sollten als Zwischenlösung ebenfalls ertüchtigt werden. Zur Verpflegung der Menschen wurde die Kantine 4659 mit in die Maßnahme aufgenommen.