Frühzeitig geschlossen

Am Mittwoch, den 08.03.2017 hat das hessische Sozialministerium die weitere Planung für die Erstaufnahmeeinrichtungen bekanntgegeben. Dabei wurde für den HEAE Standort Babenhausen die zeitnahe Räumung veröffentlicht, die HEAE in Babenhausen wird aufgegeben.

Die dort befindlichen Asylbewerber werden auf andere Standorte verteilt.

Allen Mitarbeitern und freiwilligen Helfern sei an dieser Stelle von Herzen gedankt für die gute Arbeit der letzten Monate, es war eine große Ehre, mit Ihnen allen zusammenzuarbeiten. Wir haben unter sehr schwierigen Bedingungen den Menschen, die Zuflucht suchen, ein menschenwürdiges Leben ermöglicht, gemäß den Ansprüchen der Werte unseres Kulturkreises und den Prinzipien unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Hieraus ergeben sich für die hauptamtlichen Kräfte die Suche nach neuen Aufgaben. Von Herzen alles Gute und viel Erfolg. Die Arbeit des vergangenen Jahres wird neue Arbeitgeber sicher davon überzeugen, dass hier hohes Potential auf der Schwelle steht.

Für die Stadt Babenhausen werden gestartete Programme auslaufen. Wir besprechen die Verfügbarkeit von eingeplanten Fördergeldern mit Landkreis und Landesregierung und die weiteren Folgen der Aufgabe des Standortes.
Für die Entwicklung des Kasernenareals werden wir gemeinsam mit unseren Partnern und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben den geplanten Verkauf des Areals ohne die Fläche der HEAE zeitnah weiterverfolgen. Die Zukunft der HEAE Fläche wird dann wie geplant, nur viel früher als gedacht, im Nachgang geklärt. So war es geplant, die HEAE Fläche wird lediglich deutlich früher als erwartet frei. Das Projekt ist auf gutem Wege und durch die aktuelle Situation nur im Gesamtzeitplan beschleunigt.

Den Bewohnern alles Gute in den weiteren Städten, in die es sie nun verschlägt und allen Akteuren, die die HEAE in Babenhausen begleitet haben, mein herzlicher Dank.

Joachim Knoke, Bürgermeister

Danke für das Begegnungsfest

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mich persönlich, aber auch im Namen des Arbeiter-Samariter-Bundes von Herzen für Ihre Unterstützung und Mitarbeit beim Begegnungsfest am 16. Oktober bedanken. Mit rund 1.500 Besuchern war das Fest ein voller Erfolg und übertraf alle Erwartungen. Ohne das Engagement von Ihnen und über einem Duzend Organisationen, Institutionen, unzähligen freiwilligen Helfern und großzügigen Spendern wäre das so nicht möglich gewesen. Es war ein wagemutiges Experiment, aber der Erfolg hat uns allen Recht gegeben.

 

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Impressionen vom Begegnungsfest

Integration beginnt dort, wo Menschen von zwei Seiten aufeinander zugehen. Eine bessere Möglichkeit, den ersten Schritt als Integration über Essen, Musik, Unterhaltung und Mitmach-Aktivitäten zu starten, gibt es wohl kaum. Die Genehmigung des Regierungspräsidiums Gießen, dies direkt auf dem Kasernengelände veranstalten zu dürfen, spricht Bände über das solide Vertrauen in die Flüchtlingsarbeit in Babenhausen und deren Weitsicht, dass eine nachhaltige Flüchtlingsarbeit nur mit dem Rückhalt der Bevölkerung und Ihrer Unterstützung möglich ist.

Das Begegnungsfest soll nicht ohne Wirkung bleiben: wir möchten zukünftig bereits bestehende Kooperationen mit der Stadt, den Kirchen und Vereinen weiter ausbauen aber auch neue Projekte wagen – und sind mehr denn je auf Ihre Hilfe und das Engagement von Ehrenamtlichen angewiesen. Wir können und wollen dies nicht im Alleingang machen. Die Arbeit mit Geflüchteten ist für uns alle eine Herzenssache, das Begegnungsfest war ein Ausdruck Ihres Engagements. Vielen herzlichen Dank.

Wir möchten über das Fest hinaus miteinander in Kontakt bleiben. Haben Sie Verbesserungsvorschläge oder Ideen? Kennen Sie Personen, die sich gerne ehrenamtlich in die Flüchtlingsarbeit einbringen möchten? Haben Sie sonstige Fragen oder Anliegen? Lassen Sie es uns wissen!

Bitte geben Sie diesen Dank auch an diejenigen Ihrer Helfer weiter, welche wir vielleicht nicht persönlich angeschrieben haben, deren Hilfe aber genauso wichtig ist und deren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hat.

Mit freundlichen Grüßen,

Tobias Soppart
Objektleiter ASB, HEAE Babenhausen

Arbeiter-Samariter-Bund
Landesverband Hessen e. V.
Regionalverband Südhessen

Lärm?

Machen Flüchtlinge Lärm? Machen Menschen generell Lärm?

In den letzten Wochen wurde die Stadtverwaltung aus 2 unterschiedlichen Quellen rund um die Wohngegend Friedrich-Ebert-Straße / Am Felsenkeller über Lärmbelästigungen informiert. Wie auch an anderen Stellen, zum Beispiel bei Behelligungen durch gewerbliche Geräuschemissionen, nehmen wir die Befindlichkeiten unserer Bürger ernst und versuchen, zeitnah Abhilfe zu schaffen, meist ist allerdings der Landkreis zuständig, sodass wir es über eher informelle, menschliche Wege auf dem berühmten „kleinen Dienstweg“ versuchen.

In diesem Falle fand zunächst umgehend ein Lokaltermin statt. Noch am Sonntag wurde vor Ort geprüft, ob spielende Kinder dort unverhältnismäßig laut sind, das war nicht der Fall. Es gab Gespräche mit verschiedenen Nachbarn, die aber lediglich darum baten, die Nachtruhe auch pünktlich um 22:00 Uhr einzuhalten.

Im Gespräch mit dem ASB als Betreiber, dem Regierungspräsidium als verantwortlicher Behörde, Ordnungsamt und Polizei wurde das Thema besprochen, ASB und Security noch weiter sensibilisiert. Allerdings ist eben auch klar, das eine leere Kaserne eben gar keine Geräusche produziert, wo Menschen leben eben auch Geräusche damit einhergehen. Die Security ist angehalten, ab 22:00 Uhr die Außenaktivitäten zu beenden und auch in den Gesprächen des ASB werden die Bewohner darauf hingewiesen, dass in unseren Breitengraden und unserer Kultur eben die Nachtruhe früher beginnt.

Nachdem durch die Reduktion der Anzahl an Bewohnern im Camp nun eigentlich noch weniger Emissionen zu erwarten sind, kommt nun eine weitere Meldung aus anderer Quelle herein. Auch hier werden wir uns kümmern.

Aber klar sollte sein: so still wie in einer leeren Kaserne wird es nicht wieder. Allerdings sind spielende Kinder oder Baumaschinen, die das Areal entwickeln sicher besser als Truppenbewegungen und militärische Transporte, die während der unterschiedlichen Militäraktionen im Irak stattgefunden haben.

 

Ein herzliches „Danke“

Am 23.11.2015 wurde die Hessische Erstaufnahmeeinrichtung in Babenhausen eröffnet. Es war ein Learning-by-doing, denn die wenigsten Mitarbeiter des ASB hatten vorher schon in einer Flüchtlingseinrichtung gearbeitet. Wir haben aber die Ärmel hochgekrempelt und einfach losgelegt.

Heute können wir sagen: Wir haben es geschafft.

Wir haben gute Strukturen entwickelt, die uns im Tagesgeschäft helfen, unsere Bewohner in allen Belangen zu unterstützen.

Ein ganz großes Dankeschön möchten wir an unsere ehrenamtlichen Helfer richten. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes ist die Versorgung unserer Flüchtlinge mit Bekleidung sichergestellt. Die Helfer in der Kleiderkammer managen die Kleiderausgabe mittlerweile selbständig.

Und natürlich gelingt das nur, weil viele Menschen aus Babenhausen und Umgebung ihre nicht mehr gebrauchte Kleidung gespendet haben und immer noch weiter spenden. Wir freuen uns sehr über die Spendenbereitschaft und dürfen hier verraten, dass unsere Bewohner die Bekleidung voller Stolz tragen.

Unser Dank gilt auch den Spendern, die teilweise große Geldsummen zur Verfügung gestellt haben, damit wir z.B. Unterwäsche kaufen konnten.

Hier möchten wir besonders einen großzügigen Spender aus Langstadt hervorheben, mit dessen Hilfe wir neben Unterwäsche auch zwei Fußballtore kaufen konnten, die aufgrund der Witterungsverhältnisse leider erst in der nächsten Woche aufgestellt werden können.

Vor Weihnachten konnten wir den Kindern in unserer Einrichtung eine große Freude bereiten. Dank Ihrer Hilfe war es möglich, ihnen ein Willkommenspaket zu überreichen. Die Kinder in der Umgebung haben fleißig kleine Geschenke und nützliche Dinge wie Mützen oder Schals gesammelt und in Kartons verpackt, die dann an die Flüchtlingskinder verteilt wurden. Vielen, vielen Dank!

Seit Februar 2016 haben wir Deutschkurse für unsere Bewohner im Angebot, die gerne und mit viel Freude angenommen werden. Unsere ehrenamtlichen  Lehrer sind mit Herzblut und viel Spaß dabei und freuen sich auch auf den Unterricht. Auch hier können wir nur recht herzlich Danke sagen.

Wir haben noch weitere Projekte in Planung, die demnächst starten werden, wie z.B. unser Frauentreff. Hier sollen unsere Bewohnerinnen die Möglichkeit haben, sich ungezwungen bei einer Tasse Tee zu unterhalten. Wer mag, darf sich auch gerne im Stricken oder Häkeln versuchen. Auch hierfür steht schon eine ehrenamtliche Helferin bereit, die den Frauen für evtl. Fragen oder eine  Anleitung zur Seite stehen wird.

Auch in der Kinderbetreuung werden wir teilweise von ehrenamtlichen Helferinnen unterstützt, die sich liebevoll um die Kleinen kümmern und mit strahlenden Kinderaugen belohnt werden. Vielen lieben Dank!

Alles in allem waren und sind wir immer noch hoch erfreut über Ihre Spendenbereitschaft und Ihr persönliches Engagement vor Ort. Ohne Ihre Hilfe wäre es uns nicht möglich gewesen, all das auf die Beine zu stellen.  Wir möchten Ihnen, auch im Namen unserer Bewohner, ein riesiges Kompliment machen und uns bei allen von ganzem Herzen bedanken.